Küche planen: Die 10 wichtigsten Schritte 2026

Kurze Antwort: Eine neue Küche zu planen dauert von der ersten Idee bis zur Montage meist 3 bis 6 Monate. Wer die Schritte in der richtigen Reihenfolge angeht, spart Zeit, Geld und Nerven. Diese Anleitung führt Sie durch alle 10 Phasen – von der Bestandsaufnahme bis zur Abnahme.

Schritt 1: Bestandsaufnahme – was haben Sie, was brauchen Sie?

Bevor Sie Kataloge wälzen oder Showrooms besuchen, lohnt sich zunächst ein ehrlicher Blick auf die aktuelle Küche. Was funktioniert gut? Was stört täglich? Wie viele Personen kochen, wie intensiv wird gekocht?

Notieren Sie außerdem: Welche Geräte sollen übernommen werden? Gibt es Einschränkungen durch Fenster, Türen oder Schrägen? Und was ist das ungefähre Budget – noch vor dem ersten Angebot?

Schritt 2: Grundriss und Maße aufnehmen

Präzise Maße sind die Grundlage jeder guten Küchenplanung. Messen Sie daher alle relevanten Wandlängen, Raumhöhen und Nischen aus. Wichtig sind außerdem die Positionen von Steckdosen, Wasser- und Gasanschlüssen sowie Fenster- und Türöffnungen.

Tipp: Fotografieren Sie die Anschlüsse und bringen Sie die Fotos zum Beratungsgespräch mit. Das spart Zeit und vermeidet spätere Überraschungen beim Aufmaß.

Schritt 3: Küchenstil und Fronten festlegen

Jetzt geht es an die Optik. Möchten Sie eine grifflose Küche oder lieber klassische Griffe? Bevorzugen Sie Hochglanz, Mattlack oder Holzoptik? Sollen Ober- und Unterschrank in der gleichen Farbe gehalten werden, oder soll ein Kontrast entstehen?

Sammeln Sie Inspiration – zum Beispiel auf Pinterest oder in Küchenstudio-Ausstellungen. Dabei ist es hilfreich, nicht nur Bilder zu speichern, sondern auch zu notieren, was genau gefällt: die Farbe, das Material, die Griffe oder die Raumwirkung.

Schritt 4: Hersteller und Serie wählen

Nicht jeder Hersteller passt zu jedem Anspruch. Daher lohnt sich ein strukturierter Vergleich. Als autorisierter Händler von Häcker und Nolte – und lizenzierter nolte neo Händler – beraten wir Sie dabei neutral und auf Basis echter Planungserfahrung.

Grundsätzlich gilt: Häcker überzeugt mit Designvielfalt und mehreren Korpustiefen (56, 61, 72 cm). Nolte punktet mit bis zu 90 cm Korpushöhe, farbigen Innenkorpussen und der Premiumlinie nolte neo. Beide produzieren ausschließlich in Deutschland.

Schritt 5: Küchenform und Arbeitsdreieck planen

Die Grundform der Küche bestimmt maßgeblich die Ergonomie. Folgende Formen sind dabei am gebräuchlichsten:

Küchenformen im Überblick
Form Geeignet für Vorteil
Einzeilig Kleine Räume, Single-Haushalte Platzsparend, günstig
Zweizeilig / Galley Schmale Räume, Durchgangsküchen Effiziente Arbeitswege
L-Form Mittelgroße Räume Gutes Arbeitsdreieck, flexibel
U-Form Große Küchen, Familienküchen Maximaler Stauraum
Kücheninsel Offene Wohnküchen Zusätzliche Arbeitsfläche, Kommunikation

Das klassische Arbeitsdreieck verbindet Herd, Kühlschrank und Spüle. Optimal sind Abstände von jeweils 1,2 bis 2,7 Metern zwischen den drei Punkten. Kurze Wege sparen Energie und machen das Kochen angenehmer.

Schritt 6: Geräte auswählen

Elektrogeräte machen oft 20 bis 35 Prozent des Gesamtbudgets aus. Deshalb sollten sie frühzeitig in die Planung einfließen – und nicht nachträglich eingebaut werden. Besonders bei Kochfeldsystemen wie BORA gilt: Abmessungen, Abluftführung und Unterschranktiefe müssen von Anfang an berücksichtigt werden.

Wir sind autorisierter Händler für BORA, BLANCO, SPRING, Siemens und weitere Marken. Daher beraten wir Sie direkt und unabhängig – von der Auswahl bis zum Einbau.

Schritt 7: 3D-Planung und Angebot einholen

Eine professionelle 3D-Planung ist in jedem Küchenstudio kostenlos. Nutzen Sie sie – denn erst im dreidimensionalen Modell wird sichtbar, wie die Küche tatsächlich wirkt: Proportionen, Farben, Licht und Stauraumaufteilung lassen sich so realistisch einschätzen.

Außerdem zeigt die 3D-Planung potenzielle Probleme auf – zum Beispiel, ob die Kühlschranktür beim Öffnen gegen einen Schrank stößt oder ob der Backofen in ergonomischer Höhe eingebaut werden kann.

Schritt 8: Lieferzeiten und Montage einplanen

Deutsche Küchenhersteller liefern aktuell in 6 bis 16 Wochen – je nach Hersteller und Serie. Häcker braucht in der Systemat-Serie bis zu 16 Wochen, Nolte liegt meist bei 6 bis 12 Wochen. Planen Sie außerdem einen Puffer von 1 bis 2 Wochen für Renovierungsarbeiten vor der Montage ein.

Wichtig: Klären Sie im Vorfeld, wer Fliesenleger, Elektriker und Sanitärinstallateur koordiniert. Viele Küchenstudios übernehmen diese Koordination – fragen Sie danach.

Schritt 9: Aufmaß und finale Bestellung

Vor der Bestellung kommt das professionelle Aufmaß. Dabei werden alle Maße vor Ort nochmals exakt geprüft. Das ist besonders wichtig, wenn Umbauarbeiten stattgefunden haben oder wenn die Küche in einer Altbauwohnung mit unregelmäßigen Wänden eingebaut werden soll.

Erst nach dem Aufmaß wird die Küche verbindlich bestellt. Änderungen danach sind teuer und verzögern die Lieferung erheblich.

Schritt 10: Montage und Abnahme

Eine professionelle Küchenmontage dauert je nach Umfang 1 bis 3 Tage. Danach folgt die Abnahme. Prüfen Sie dabei sorgfältig: Laufen alle Schubladen und Türen gleichmäßig? Stimmen Spaltmaße und Ausrichtung? Funktionieren alle Geräte?

Dokumentieren Sie eventuell festgestellte Mängel schriftlich und lassen Sie sich die Behebung bestätigen. So sind Sie rechtlich abgesichert.

Häufige Fragen (FAQ)

Wie lange dauert eine Küchenplanung?

Von der ersten Beratung bis zur Montage vergehen in der Regel 3 bis 6 Monate. Dabei entfällt der größte Teil auf Lieferzeiten (6–16 Wochen je nach Hersteller). Die eigentliche Planungsphase mit Beratung, 3D-Planung und Angebotsvergleich dauert typischerweise 4 bis 8 Wochen.

Was kostet eine Küchenplanung?

Die 3D-Planung und Beratung im Küchenstudio sind kostenlos. Die Küche selbst kostet je nach Größe, Hersteller und Ausstattung zwischen 5.000 und über 30.000 Euro. Eine realistische Kalkulation erhalten Sie nach dem ersten Beratungsgespräch.

Wie früh sollte man mit der Küchenplanung beginnen?

Idealerweise 4 bis 6 Monate vor dem geplanten Einzug oder Umbau. Bei Neubauprojekten empfiehlt es sich sogar noch früher zu starten, da Anschlusspositionen bereits in der Bauphase festgelegt werden müssen.

Muss ich selbst messen, bevor ich ins Küchenstudio komme?

Nein – grobe Handskizzen mit den wichtigsten Maßen reichen für das erste Gespräch. Das professionelle Aufmaß wird später vom Küchenstudio durchgeführt. Je mehr Informationen Sie mitbringen, desto effizienter ist die erste Beratung.

Kann ich die Küche auch ohne Küchenstudio planen?

Grundsätzlich ja – allerdings bieten Küchenstudios entscheidende Vorteile: professionelle 3D-Planung, Zugang zu Markenprodukten, koordinierte Montage und Gewährleistung. Besonders bei Herstellern wie Häcker, Nolte oder BORA ist der Kauf nur über autorisierte Fachhändler möglich.


Sastalla Küchen GmbH · Küchenstudio Offenburg · Autorisierter Händler für Häcker, Nolte, BORA, BLANCO und SPRING · Lizenzierter nolte neo Händler

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